Die Geschichte des Bieres geht bis weit in die Vergangenheit zurück und fand laut verschiedenen Quellen bereits bei den Summerern ihren Anfang. Diese stellten im 4. Jahrtausend v. Chr. das erste Bier her und bauten dazu Getreide an und vergärten es. Das Bier wurde zu dieser Zeit vor allem als Opfergabe für die Göttin der Fruchtbarkeit verwendet. Bei der Herstellung wurde das Getreidemalz zu Broten gebacken, in reinem Wasser aufgeweicht und anschließend vergoren. Der König und die Priester kontrollierten zu dieser Zeit die Herstellung des Bieres, der Bevölkerung standen nur geringe Mengen zur Verfügung. Die Arbeiten bekommen täglich 2 Liter Bier, der Mittelstand 3 Liter und Priester sogar 5 Liter. Der Alkohol des Bieres war zu dieser Zeit wahrscheinlich weitaus niedriger als heute.
Die Stellung des Bieres bei den Babyloniern und Ägyptern
Die Babylonier übernahmen den Ackerbau und auch das Bierbrauen von den Summeren und führten diese Tätigkeiten fort. In der Zeit zwischen 605 – 562 v. Chr waren die Bierbrauer bereits eine richtige Organisation und bekamen eine Ehrenposition beim Gott Marduk. Die Babylonier verwendeten das Bier nicht nur an Festen oder an Feierlichkeiten, sondern machten diese Flüssigkeit zu einem festen Bestandteil ihrer Nahrung.
Obwohl die Ägypter von vielen Experten als die Erfinder des Bieres angesehen wurden, erlernten sie diese Kunst erst wesentlich später als die Summerer und Babylonier. Zu dieser Zeit unterstand das Bier einem speziellen Monopol und durfte nur von staatlichen Betrieben hergestellt werden. Beim Brauvorgang wurde ein gesäuerter Brotteig in einem Gefäß mit Feuer zur Gärung gebracht, die Brote wurden zerrieben und mit Wasser zu der Maische geknetet. Diese wurde durch ein spezielles Sieb gepresst, das herauslaufende Wasser wurde vergoren.