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Der 'Grobe Gottlieb': Traditionelle hallesche Gastlichkeit unweit des Markplatzes

Die urige Traditionsschänke ‚Zum Groben Gottlieb’ zählt zu den bekanntesten Lokalen Halles und steht auf historischem Boden. Das Eckgrundstück Große Märkerstraße 20 wurde bereits 1310 urkundlich erwähnt und zählt damit zu dem ältesten Adressen der Stadt. Die wechselvolle gastronomische Geschichte begann jedoch erst 1768, als hier der ‚Blaue Engel’ seine Pforten öffnete. Im Jahr 1784 war aber schon wieder Schluss – der Professor und Pfarrerssohn (!) J. C. Woltär erbte das Gebäude und schloss die Wirtschaft, um sie in einen Hörsaal umzuwandeln. Doch unmittelbar nach dem Tod des Professors wurde der ‚Blaue Engel’ 1815 wieder eröffnet.

1896 baute der Wirt Johann Carl Emerich Neumann das Lokal vollständig um und gab ihm den Namen, den es heute – nach mehreren Umbenennungen – wieder trägt ‚Zum groben Gottlieb’. Die Saale-Zeitung berichtete damals von der „eigenartigen“ Ausstattung des Lokals, die sich beispielsweise in den „flotten humorvollen“ Wandgemälden mit Darstellungen aus dem Landleben äußerte, so dass die Gäste sich „in eine alte Bauernschänke versetzt fühlen“ konnten.

An diese Tradition wird seit 1996 angeknüpft. Getreu dem historischen Vorläufer bietet der ‚Grobe Gottlieb’ auch heute echte altdeutsche Gastfreundschaft in hallescher Tradition. Selbstverständlich, dass auf der Speisekarte viele hausgemachte lokale Spezialitäten wie der Salzkrustenbraten und frisch gezapftes Halloren Spezial nicht fehlen dürfen. Tel.: 0345-202 88 72.



Der 'Grobe Gottlieb' im Internet